Nicht jeder weiß es: Der Brückenkopf gehört sich selbst! Denn getragen wird die beste aller möglichen Kneipen von einem Verein, dem Bürgertreff für Kommunikation, Information und Kultur. Vieles von dem, was im Brückenkopf geschieht, wird daher ehrenamtlich geleistet. Trägerverein und Brückenkopf sind Kinder der frühen achtziger Jahre, als unter dem Stichwort der Neuen Sozialen Bewegung unzählige Initiativen entstanden, die meisten zu Themen der Umwelt- und Friedensbewegung. Politische Bedeutung erlangten diese Gruppen erst außerparlamentarisch, mit der Gründung der Grünen entstand schließlich auch eine Partei als Ausdruck dieser Bewegung. Tatsächlich war Hanau einer der Kristallisationspunkte der neuen, linken Bewegung - schließlich fand sich mit den Firmen im sogenannten Atomdorf in Wolfgang eines der Zentren der Atomindustrie. Tatsächlich zählte mit Elmar Diez auch einer der bekanntesten Atomkraftgegner Deutschlands zu den Gründungsvätern des Brückenkopfs, der ganz bewusst zum Treff- und Sammelpunkt der Szene werden sollte. Ein ganzer Schwung hehrer Ziele wurde in der Satzung festgelegt, von einer Krabbelstube bis hin zum Betrieb einer polytechnischen Werkstatt. Nicht alles ist Realität geworden, sehr wohl aber "das Betreiben eines Vereinslokals/Vereinskantine" und der kulturelle Auftrag (ach wenn das Programm - Corona sei Undank - in letzter Zeit gelitten hat. Die Initiatoren des Brückenkopfs haben eine Einrichtung von bemerkenswerter Haltbarkeit geschaffen, vier Jahrzehnte sind eine beachtliche Zeit. Und damit das so weitergeht, wird auch künftig das Engagement von Vereinsmitgliedern gebaucht. Und ja, das ist eine gar nicht so verstecke Aufforderung, dem Trägerverein beizutreten.